Schnauze voll

Ich wollte nie ein verfi**ter Krankenblog sein, ähm, moment, ich schreibe nicht als mein Blog .. ich wollte nie nur noch über meinen Krankheitsverlauf schreiben. Also sage ich heute einfach ganz lieb:

FU

Ja, heute ist wieder Therapietag und igendwie hat es sich so rauskristallisiert das ich an diesen Tagen schreibe, also auch heute.

Aber ich will mal wieder ein wenig an dem Vorhaben des Jakobswegs basteln. Ich versuche möglichst wenig darüber zu lesen, aber so kleine Appetizer nehme ich dann doch mit. So wie der Blog von Christoph. Er schreibt ohne viel zu spoilern und ist eine große Hilfe für die Planung mit Packlisten, Tipps für die Füße usw usw.

Meine Einträge fallen mir zur Zeit echt schwer, so gerne ich schreiben würde, so sehr ist mein Leben irgendwie fremdbestimmt und langweilig. Ich überlege wieder auf die Arbeit zu gehen, muss aber vorher mit Ärzten sprechen, ich würde gern mehr unterwegs sein, an den eigentlichen Therpietagen geht es mir nicht soooo doll und muss zumindest auf Tag 1 danach warten, das Wetter ist auch eher so mistig, aber wem erzähle ich das, ihr seht es ja selber auch da draußen.

Interessant wird nächste Woche, da gibt es die erste Besprechung und dort wird dann so langsam der Zeitplan 2020 geschmiedet. Je nachdem wie alles läuft sind es dann keine 210 Tage mehr bis es los geht sondern nur noch 90 (grob geschätzt). In mir ist bei dem Gedanken an den Jakobsweg immer noch ein Zwiespalt (ohne es jetzt nachschlagen zu wollen, heißt es dann "Trispalt"?) von Respekt, Angst und Freude. Diese Angst bezieht sich dabei irgendwie auf merkwürdige Dinge. 6 bis 8 Woche plane ich unterwegs zu sein, das sind 6 bis 8 Wochen ohne den direkten Kontakt zu Freunden, zur Frau, zum Hund, zur Familie. Dazu die körperliche Belastung. Übernehme ich mich? Aber ich werde es nie erfahren wenn ich es nicht mache.

An dieser Stelle möchte ich Jennifer Rostock und Konfuzius zitieren:

Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht!

Und gleichzeitig freue ich mich darauf zu gehen. Ich freue mich auf meine körperlichen Grenzen, ich freue mich auf diese Erfahrung, ich freue mich auf fremde Leute, ich freue mich auf die Gespräche mit mir selbst, ich freue mich auf 6 -8 Wochen für mich. Auch wenn das ziemlich egoistisch ist. Am Anfang stand mal die Frage im Raum ob andere Leute mitkommen sollen / wollen und jetzt denke ich, ich geh lieber allein, es ist etwas was ich für mich machen möchte, mein Weg, mein Traum. Und wenn ich diesen Traum geschafft oder zumindest probiert habe dann gibt es andere Träume wo auch andere wieder dran teilhaben können.

Die "Polarlichter sehen" zum Beispiel. Oder Disney Land Paris (okay, das ist nicht mein Traum, der gehört jemand anderes  ;) )

 

Euer .. Robin

P.S.: Ich hatte gestern 2 - 3 Ideen über was ich heute schreibe und mir ist ein typischer Anfängerfehler passiert. Ich habe es nicht aufgeschrieben! Ich verspreche euch, wenn ihr nicht weg lauft, es kommen wieder bessere Blogeinträge!

 

P.P.S.: Ich hasse mittlerweile meine normalen Schuhe, die Wanderschuhe sind einfach so viel besser!

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